Die Macht der Routine – Wie entsteht Routine?

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Bei dieser Artikelserie möchten wir auf das Thema Routine eingehen. In insgesamt 7 Beiträgen werden wir die folgenden Themen beleuchten: Was ist Routine?, Wie entsteht Routine?, Ist der Mensch wirklich ein Gewohnheitstier?, Aufbau von bewusster Routine, Routine im Alltag, Welche Vorteile bringt die Gewohnheit mit sich?, Welche Opfer muss ich bringen?

Dieses Thema habe ich im vorherigen Kapitel ja schon angeschnitten. Auf einen bestimmten Auslöser folgt eine Aktion. Führt diese zum gewünschten Ergebnis, entsteht eine Art Belohnung im Kopf und du wirst die Aktion beim nächsten Mal bestimmt wieder genauso ausführen. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn du morgens aufwachst und den Drang verspürst dringend das Klo besuchen zu müssen. Das ist in dem Fall der Auslöser. Kommt dir bestimmt bekannt vor. Im Normalfall gehst du dann auch auf das Klo, das wäre dann die Aktion. Wahrscheinlich fühlst du dich danach erleichtert, was dich wiederum glücklich macht. Du fühlst dich gewissermaßen belohnt und wirst die Situation am nächsten Morgen bestimmt wieder so handhaben.

Selbst die kleinsten Lebewesen, zum Beispiel Einzeller, haben schon die Gabe sich eine Art von Routine anzueignen. Voraussetzung dafür ist eine Erinnerungsfähigkeit. Bei uns Menschen ist diese natürlich weitaus mehr ausgeprägt und beginnt sich schon im ersten Lebensjahr zu entwickeln. Im ersten Lebensjahrzehnt sind die biologischen Bedingungen besonders gut, es entwickeln sich leichter Gewohnheiten und Routine.

Manchmal ist es aber auch nicht einmal von dir selbst abhängig, ob du in gewisse Gewohnheiten verfällst. Beispiel soziale Gruppen. Das können zum Beispiel der Freundeskreis, eine Sportmannschaft oder auch die Kollegen auf Arbeit sein. Zeigt die Mehrheit davon immer wieder ein bestimmtes Verhalten, welches zu einem positiven Effekt führt, dann ist es wahrscheinlich, dass man sich dieses Verhalten selbst auch automatisch und ohne zu hinterfragen aneignet. In der Umgangssprache wird das dann als „Gruppenzwang“ bezeichnet. Das hast du bestimmt auch schon mal gehört. Sagen wir mal, du bist Mitglied in einem Fußballverein. Alle deine Mitspieler wenden eine gewisse Technik an, um möglichst viele Tore zu erzielen. Das führt dann auch meist zum Erfolg. Natürlich wirst du dir dann irgendwann auch diese Technik aneignen und sie zu deiner Gewohnheit machen. Schließlich willst du ja auch erfolgreich sein.

Routinemäßiges Verhalten hat natürlich nicht nur positive Effekte. Ist die Gewohnheit erst einmal festgefahren, kann dies zu Unachtsamkeiten und Gedankenlosigkeit führen. Du denkst nicht mehr so genau darüber nach, was du überhaupt tust. Wirst vielleicht sogar unvorsichtig.

Der Wissenschaftler Betsch und seine Kollegen fanden heraus, dass man bei wiederkehrenden Situationen lieber die scheinbar leichtere Routineaktion anwendet, auch wenn diese schon ab und an negative Ergebnisse erzielte. Bleibt man dann bei dieser Gewohnheit, kann daraus ganz leicht eine sogenannte „falsche Routine“ entstehen, die dann öfters zu unbefriedigenden Ergebnissen führen kann. Dieses Verhalten ist dann auch schwer wieder zu ändern.

3 Antworten

  1. 13. Dezember 2020

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  2. 15. Dezember 2020

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  3. 25. Dezember 2020

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