Die Macht der Routine – Welche Opfer muss ich bringen?

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Bei dieser Artikelserie möchten wir auf das Thema Routine eingehen. In insgesamt 7 Beiträgen werden wir die folgenden Themen beleuchten: Was ist Routine?, Wie entsteht Routine?, Ist der Mensch wirklich ein Gewohnheitstier?, Aufbau von bewusster Routine, Routine im Alltag, Welche Vorteile bringt die Gewohnheit mit sich?, Welche Opfer muss ich bringen?

Routine und Stress? Das passt ja irgendwie nicht zusammen, denn eigentlich sollen Gewohnheiten doch unser Leben erleichtern. Doch ist bei der bewussten Routine vielleicht sogar Stress vorprogrammiert?

Im Normalfall nicht. Es ist eher der Stress  rund um die bewusste Routine, der uns stört. Ein kleines Beispiel erklärt das vielleicht ganz gut. Es ist der erste Tag im Neujahr und viele von uns sind voll mit guten Vorsätzen, die zur Routine werden sollen. Zum Beispiel mehr Sport zu treiben. In der ersten Phase sind wir ja noch durchaus motiviert, doch dann kommt meist der Stress. Durch die Zeit, die nun in das Sportprogramm investiert wird, kommen mögliche wichtige Dinge vielleicht sogar deutlich zu kurz – so denken wir. Durch gut durchdachte Planung kann das allerdings verhindert werden.

Dann sind da noch diese Gedanken. Was ist, wenn ich es nicht schaffe? Bin ich dann ein Versager? Das ist ganz falsch und setzt uns nur selbst unter Druck. Besser ist, sich über die bereits erzielten Erfolge zu freuen.

Stress kann außerdem durch zu hoch gesteckte Ziele entstehen. Beispielfall. Das eigentliche Ziel ist es, jeden Tag frisch zu kochen. Man nimmt sich vor, täglich ein 3-Gänge-Menü zuzubereiten. Klar, dass man sich dadurch selbst Druck erschafft. Man sollte sich vorher lieber überlegen, welche Ziele einfacher und realistischer zu erreichen sind. Das verhindert im Nachgang schlechte Laune und jede Menge Ärger.

Zeitverlust. Das ist für viele Menschen der größte Stressfaktor, wenn es um den Aufbau von Routine geht. Irgendwo muss man ja die Zeit hernehmen, die man für die neue Tätigkeit benötigt. Doch auch das ist nur eine Frage der richtigen Planung. Überlegt mal, wie viel Zeit ihr am Tag mit Nichtstun verschwendet? Oder mit schlechten Angewohnheiten. Faulenzen oder vor Langeweile in den Fernseher schauen. Eine ganze Menge, oder? Mit etwas Überwindung kann man da bestimmt ein paar Minuten abzweigen.

Lohnt sich diese Zeitinvestition denn überhaupt? Ganz klar, ja. Irgendwann läuft die neue Gewohnheit ganz automatisch, man denkt nicht mehr über den angeblichen Zeitverlust nach und der  Stress ist auch plötzlich verschwunden. Die Anstrengungen haben sich also ausgezahlt.

Bevor man sich aber das Ziel setzt, eine neue Routine aufzubauen, sollte  einem bewusst sein, dass Zeit nicht das Einzige sein wird, was man opfert. Man muss in der Lage sein können den inneren Schweinehund fertig zu machen. Muss Selbstdisziplin zeigen. Mal mehr und mal weniger auf Annehmlichkeiten verzichten. Vielleicht auch dann etwas für den eigenen Traum zu machen, wenn andere Menschen schon gemütlich auf dem Sofa liegen. Selbstaufopferung. Das ist das Stichwort. Wer das verstanden hat, ist auf einem guten Weg und es fehlt nur eins zum Erfolg. Durchhaltevermögen.

Doch wie perfektioniert man dieses Durchhaltevermögen? Dazu gibt es einige Tipps.

„Gib alles, nur nicht auf.“

Das sollte der Leitsatz zum Erfolg sein. Doch am Anfang steht die gut durchdachte Planung. Setze deine Ziele realitätsnah und überlege dir, was dir dabei helfen kann, diese zu erreichen. Hilfreich ist es auch Freunde und Familie mit einzubeziehen, der Motivation wegen.

Nun beginnt der Weg zur Routine. Denke immer wieder daran, was du erreichen möchtest. Und warum. Stelle es dir bildlich vor deinen eigenen Augen vor. Überlege, wie das Ziel dein Leben verbessern wird.

Fehler sind menschlich. Keiner ist perfekt. Auch du nicht. Rückschläge können passieren – wichtig ist nur danach wieder aufzustehen und weiterzumachen. Bestenfalls entwickelst du einen Plan A – Z, der im Ernstfall alle möglichen Situationen abdeckt, die dich von deinen Vorhaben abbringen können. Eine Lösung für jedes Problem.

Das Wichtigste zum Schluss: Irgendwann ist der Kampf mit sich selbst vorbei und die Routine ist entstanden. Daran muss man von Anfang an denken.

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