Die Macht der Routine – Routine im Alltag

Quelle: pixabay.com

Bei dieser Artikelserie möchten wir auf das Thema Routine eingehen. In insgesamt 7 Beiträgen werden wir die folgenden Themen beleuchten: Was ist Routine?, Wie entsteht Routine?, Ist der Mensch wirklich ein Gewohnheitstier?, Aufbau von bewusster Routine, Routine im Alltag, Welche Vorteile bringt die Gewohnheit mit sich?, Welche Opfer muss ich bringen?

Routinen und Gewohnheiten begegnen uns im Alltag überall. Sei es bei der Arbeit, beim Sport oder sogar in den eigenen vier Wänden. Jeder Mensch führt täglich bestimmte Tätigkeiten aus, die immer wiederkehren – ob bewusst oder unbewusst. Aber nehmen wir das überhaupt noch wahr? Und wie wichtig sind diese Gewohnheiten im Alltag?

Ohne darüber nachzudenken, stehen wir früh aus unseren Betten auf. Dabei ist es vollkommen egal ob nach dem ersten oder dem zwanzigsten Klingeln des Weckers – wir machen es einfach. Jeden Tag putzen wir unsere Zähne und bewegen dabei die Zahnbürste fast automatisch. Ja und auch die tagtägliche Nascherei bei der Arbeit vor dem PC gehört längst fest zum Alltag. Das alles sind Beispiele für unbewusste Routinen in unserem Leben. Manche positiv – wie das Zähneputzen -, aber andere auch negativ – wie das Naschen. Eins haben diese Tätigkeiten trotzdem gemeinsam. Wir nehmen sie nicht oder kaum noch wahr.

Dann gibt es noch die Gewohnheiten, die wir selbst in unser Leben integriert haben. Die bewussten Routinen. Wie im vorangehenden Kapitel bereits beschrieben, wirken sich diese im Normalfall positiv auf den Alltag aus. Das Joggen am Morgen. Der Apfel nach dem Mittagessen. Oder das Buch vor dem Schlafengehen. Auch hierfür gibt es jede Menge Beispiele zu nennen. Einmal damit angefangen um einen positiven Effekt zu erzielen, denken wir nun kaum noch über diese Aktionen nach. Sie sind selbstverständlich. Aber denke doch einmal genau über deinen Tagesablauf nach. Bestimmt fallen dir auch ein paar Dinge ein, die du täglich machst. Also deine persönlichen Routinen.

Es gibt Menschen, die behaupten, dass Gewohnheiten grau und öde sind. Dass ein Leben ohne besser ist und auch viel glücklicher macht.Aber funktioniert das überhaupt, also das Leben ohne die Routine?

Fakt ist, dass uns die Routine durch unser Leben begleitet wie ein persönliches Navi. Ohne sie wäre unser Gehirn rasch mit den Kleinigkeiten des Alltags überfordert und wir müssten über jedes noch so winzige Details nachdenken. Das wäre viel zu anstrengend. Beim Ausführen von Gewohnheiten stellt sich unser Gehirn unbewusst aus Sparmodus um. Das wirkt dann einer Überforderung deutlich entgegen. Vor allem im Alter ist Routine von großer Bedeutung. Bei Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer helfen sie trotzdem noch eine gewisse Sicherheit im Leben zu finden. Sie sind wie ein sicherer Hafen. Ein Leben ohne Routine ist für uns Menschen also fast unmöglich.

Routinen spielen eine große Rolle im Schauspiel unseres Lebens. Sie geben uns Halt, haben Bestand und sind fest in Alltagssituationen integriert. Aber aufgepasst – wie bei den meisten Dingen, kann zu viel davon auch unserem Glück im Weg stehen. Jeden Tag dasselbe machen. Automatisch und ohne groß darüber nachzudenken. Das kann nach einiger Zeit ermüdend und langweilig werden. Als ob das Leben an einem vorbeirauscht. Warum lassen wir das dann überhaupt zu? Weil es sicherer ist, deutlich bequemer. Wir stecken mitten in unserer Komfortzone. Fahren zum Beispiel jedes Jahr an den selben Strand oder essen jeden Sonntag die gleiche Mahlzeit. Ab und an ist es also nicht schlecht die eigenen Routinen zu durchbrechen und den Mut zu finden, neue Dinge zu wagen. Das Gehirn wird so mal wieder richtig angestrengt. Wie wäre es also mit einem Urlaub in den Bergen oder warum nicht mal eine Suppe zum Sonntag? Trau dich doch mal aus deiner Komfortzone.

Manche Gewohnheiten – die negativen – können sich sogar schädlich auf das Leben auswirken. Da wäre die gewohnte Zigarette nach dem Essen, die das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken rapide erhöht. Die Schokolade am Fernseher, die die Waage in die Höhe schießen lässt. Routinen, die lieber geändert und durch positive Gewohnheiten ersetzt werden sollten. Auch wenn es schwer fällt, in manchen Fällen ist es für die Lebensqualität besser den inneren Schweinehund zu überwinden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.